Bewerbung: Trotz Absage eine zweite Chance

Bewerbung: Trotz Absage eine zweite Chance

Auch wenn es schwer fällt: Für Bewerber kann es sich durchaus lohnen, auf eine Absage freundlich zu antworten. Denn: Jeder vierte Personaler lässt sich von solch emphatischem Verhalten derart beeindrucken, dass er diese Kandidaten bei der zukünftigen Besetzung einer vakanten Stelle berücksichtigt.


Quelle: Christin Isken, Personalpraxis24.de


Den Ergebnissen des nicht repräsentativen Jobware Umfrage-Reports 2017 zufolge kommt bei 88 Prozent der Personaler eine höfliche Antwort der Bewerber auf ihre Absageschreiben sehr gut an. Und 23 Prozent der befragten Personalverantwortlichen geben demzufolge diesen freundlichen Kandidaten erneut eine Chance, wenn es um die zukünftige Besetzung einer Stelle geht.

Wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten: 12 Prozent der befragten Personalchefs können netten Antwortschreiben abgelehnter Kandidaten kaum etwas abgewinnen. Dabei wählen gerade mal 14 Prozent der Bewerber diesen Weg, um möglicherweise später noch einen Platz im Kandidatenpool der Unternehmen zu bekommen. Anderen Bewerbern (14 %) wiederum geht es hauptsächlich darum, zu erfahren, warum sie für den Job nicht infrage kommen. Und 67 Prozent von ihnen versuchen erst gar nicht, durch eine Antwort auf die Absage einen Fuß in die Tür des Unternehmens zu bekommen.

Manchmal sitzt der Stachel der Ablehnung tief: Den Umfrage-Ergebnissen zufolge lassen 5 Prozent der Bewerber im Antwortschreiben ihrem Ärger über die Absage freien Lauf – und das nicht gerade freundlich.

Der jährlich erscheinende Jobware Umfrage-Report steht hier zum Download bereit.


Das sagt 2befirst dazu:

Auch wir empfehlen Bewerbern ein durchgängiges und damit nachhaltiges Kommunikationskonzept:

  • In der Vorbereitung der Bewerbung ist es ratsam den Kontakt zum meist genannten Ansprechpartner zu suchen, ggf. erste inhaltliche Fragen zur Stelle zu klären und zumindest die Bewerbung für einen festen Termin (z.B. „Übermorgen“) anzukündigen.
    Vorteil: Man kann somit im Anschreiben auf das erfolgte Telefonat verweisen und  hebt sich damit bereits von einem Großteil weiterer Bewerber ab.
  • Sollte einige Tage nach dem Versand bzw. Eingang der Bewerbung im Unternehmen noch keine Rückmeldung erfolgt sein, lohnt es sich nachzufassen und die ungefähre Terminplanung der Entscheidungsfindung zu erfragen. Manchmal ergibt sich sogar bereits aus diesem Gespräch heraus eine Einladung zum Vorstellungsgespräch. Zumindest signalisiert die Kontaktpflege das Interesse des Bewerbers am Unternehmen sowie ein verbindliches Auftreten.
  • Folgerichtig steht am Ende – im Falle einer Absage – die im obenstehenden Artikel erwähnte Reaktion in Form einer freundlichen Antwort. Insbesondere bei Unternehmen, welche aufgrund ihrer Größe oder Schwerpunktsetzung über mehrfachbesetzte Stellen (z.B. im Vertrieb o.ä.) verfügen, macht es Sinn, sich für die Zukunft „im Gespräch zu halten“. Eine freundliche Reaktion auf eine etwaige Absage ist hier der genau richtige Ansatz.

Fazit: Eine Bewerbung muss in jeder Phase kommunikativ begleitet werden. Der Kontakt zum Unternehmen und dem Ansprechpartner darf allerdings nicht beliebig erfolgen sondern muss eine klare Zielfokussierung besitzen. Nur dann wird das Telefonat mit dem Bewerber nicht als „lästig“ empfunden und kann den Bewerbungsprozess positiv beeinflussen.

Gerne beantworten wir Ihre Fragen. Nutzen Sie unser Bewerbungscoaching oder rufen Sie uns an: 0228 97 46 78 33.

2befirst-Bewerbungsteam