Fallbeispiel Plagiat: Schützen Sie Ihre Bewerbungsinhalte!

Fallbeispiel Plagiat: Schützen Sie Ihre Bewerbungsinhalte!

Bewerbungen müssen einzigartig sein – erst recht, wenn direkte Kollegen parallel um ähnliche neue Stellen konkurrieren! Das folgende Beispiel stellt einen aktuellen realen Fall aus unserer Bewerbungsberatung dar und verdeutlicht, wie wichtig es ist, die eigenen Bewerbungsinhalte zu schützen.

Der Fall:

Die Bewerbungsberatung 2befirst betreute vor einigen Monaten Herrn A. aus dem Bereich Marketing eines mittelgroßen Dienstleistungsunternehmens, welches aufgrund einer bevorstehenden Fusionierung den Marketingbereich aufgeben wird. Herrn A. – und auch den Kollegen – war klar, dass die Suche nach einer neuen Stelle die einzige Chance für eine sichere berufliche Zukunft darstellt.

Unsere Berater entwickelten mit Herrn A. eine individuelle und aussagekräftige Bewerbungsmappe, die neben einem passenden Layout ganz besonders die persönlichen Eigenschaften, Stärken und Berufkompetenzen in den Vordergrund rückt.

Einige Wochen nach der Fertigstellung der Bewerbungsmappe erreichte uns eine neue Kundenanfrage von Herrn B. Wie üblich baten wir um die momentan existierenden Bewerbungsunterlagen und waren überrascht, neben einem fast identischen Layout wortgenau übernommene Textinhalte (z.B. zu persönlichen Stärken und beruflichen Kompetenzen) aus der Bewerbung unseres Kunden Herrn A. zu finden.

Eine genauere Überprüfung zeigte, dass beide Personen im Bereich Marketing des oben genannten Dienstleistungsunternehmens tätig – also Kollegen sind.

Herr B. hat die optimierten Inhalte von Herrn A. kopiert, eine fast identische Bewerbungsmappe erstellt und somit die Einzigartigkeit der Bewerbung zerstört.

Wie kam Herr B. an diese Inhalte?

Hier kann man nur mutmaßen – aber allzu oft, lässt sich ein zu  offener Umgang mit diesen sensiblen Daten beobachten. Im Kollegenkreis besteht in aller Regel ein Vertrauensverhältnis, man spricht miteinander, bei einer Existenzbedrohung des Teams rücken die Beteiligten oft noch enger zusammen und tauschen sich über die individuellen Zukunftspläne aus. Soweit so gut, aber: spätestens an diesem Zeitpunkt beginnt der Wettbewerb untereinander, es gilt Wettbewerbsvorteile zu schaffen, zu nutzen – und zu sichern!

Herr A. wollte eine optimale Bewerbung und hat Sie von 2befirst bekommen. Im Kollegenkreis erzählte Herr A. von seiner guten Erfahrung mit unserer Bewerbungsberatung und seiner aussagekräftigen Mappe. Herr B. hatte besonderes Interesse und bat, einen Blick darauf werfen zu können, Herr A. willigte ein, die ausgedruckte Version lag unverschlossen in der Schreibtischschublade. Nach dem flüchtigen Blick, folgte die Kopie der gesamten Mappe – selbstverständlich nach Dienstschluss und ohne das Wissen von Herrn A.

Das ganze Problemausmaß wird deutlich, wenn wir den weiteren Verlauf betrachten: Beide bewerben sich regional um Stellen im gleichen Aufgabengebiet und auf gleicher Hierarchieebene. Es ist unvermeidlich, dass potenzielle neue Arbeitgeber von beiden Personen eine Bewerbung erhalten, so auch in diesem Fall. Der Empfänger steht nun vor einem Rätsel: identische Bewerbungen, gleicher vorheriger Arbeitgeber – wer hat von wem geklaut? Welchen Inhalten kann ich vertrauen? Im Zweifelsfall keinen!

Die Chance des positiven Auffallens, des individuellen Herausstechens aus der Masse ist vertan – die Chance auf den erhofften neuen Arbeitsplatz meist auch.


Das sagt 2befirst dazu:

Unsere dringende Empfehlung:

Vermuten Sie Plagiate und Produktfälschungen nicht nur in gewerblichen bzw. technologischen Bereichen – auch Privatpersonen bleiben hiervon nicht verschont!

Halten Sie Ihre Bewerbungen, Anschreiben, Zeugnisse unter Verschluss! Vermeiden Sie öffentliche Kommentare zu Ihren Karriereabsichten – insbesondere im Kollegenkreis!

Den Online-Kontakt zu professionellen Bewerbungsberatern sollten Sie nicht über Ihre Firmen-Mailadresse abwickeln, auch sollten Sie Ihre Unterlagen nicht auf öffentlichen Laufwerken speichern – auch dann nicht, wenn hier persönliche Mitarbeiterordner angelegt sind.

Sollten Sie professionelle Bewerbungsberatung weiterempfehlen wollen, so tun Sie dies nicht mit Ihrer eigenen Referenzbewerbung, sondern verweisen sie an die Berater: alle seriösen Anbieter verfügen über anonymisiertes Anschauungsmaterial für die Kundengewinnung – ohne Kundendaten und wertvolle -ideen preiszugeben.

Übrigens: es handelt sich hier nicht um einen Einzelfall! Ähnliches erfahren wir etwa alle 2 Monate, zuletzt auch im Falle der Schließung einer Arztpraxis und der Neuorientierung des medizinischen Personals. Die Dunkelziffer liegt sicherlich noch höher!

Gerne beraten wir Sie zu allen Facetten der Bewerbungsoptimierung – auch zu wirkungsvollem Datenschutz.

2befirst-Bewerbungsteam

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