Online-Bewerbung: Wie bewerbe ich mich richtig ?

Online-Bewerbung: Wie bewerbe ich mich richtig ?

Einförmigkeit ist nicht erwünscht!

Bewerben für den Traumjob? Immer mehr Arbeitgeber verlangen mittlerweile ausschließlich Online-Bewerbungen oder Anschreiben per E-Mail. Doch welche Vorteile bringt das für den Bewerber und vor allem – welche Nachteile? Unsere Moderatorin Steffi Vitt hat sich mit Martin Weis, von der Agentur für Arbeit in Mainz unterhalten, wie man sich heute richtig online bewirbt und welche Fehler sich vermeiden lassen.


Quelle: https://www.swr.de/swr1/rp/tipps/einfoermigkeit-ist-nicht-erwuenscht/-/id=446880/did=19798420/nid=446880/7s6c8q/index.html


Gleichen die Online-Bewerbungen einander nicht sehr stark? Ist diese Einförmigkeit bei den Personalchefs erwünscht?

Das kommt ganz darauf an. Besitzt man einen eigenen Betrieb und möchte nur gelernte Elektriker einstellen, dann ist eine einförmige Bewerbung viel einfacher, um Leute Bewerber zu finden, die eine entsprechende Ausbildung haben.

Allgemein jedoch gilt: Nein, Einförmigkeit ist nicht erwünscht. Auch Personaler sind nur Menschen, die zwar einen schnellen Überblick haben möchten, aber keine eintönigen Bewerbungsunterlagen.

Wie können sich Bewerber aus der Masse abheben?

Da gibt es viele Möglichkeiten. Besonders bei E-Mail Bewerbungen kann man viel machen. Zum Beispiel kann man Schriftzüge verwenden, die man auf der Website vom Unternehmen gesehen hat oder ähnliche Farben verwenden. Wichtig ist jedoch, dass man dem Personaler einen schnellen Überblick verschafft und es eine zielgerichtete Bewerbung auf die Stelle ist. Jeder Mensch hat seine Stärken, diese sollte man kennen und gekonnt im Anschreiben verpacken.

Bei einer Online-Bewerbungen verbraucht man kein Papier mehr und benötigt nur noch ein Foto für alle Bewerbungen. Welche Vorteile bietet eine Online-Bewerbung sonst noch an?

Der größte Vorteil für den Arbeitgeber ist die Schnelligkeit. Besonders im Bürobereich hat man manchmal 200 Bewerbungen vor sich liegen. Benötigt man pro Mappe etwa zehn Minuten Zeit um sie zu sichten, dann kann man sich vorstellen das es schon mal einige Stunden in Anspruch nehmen kann. Aber auch für den Bewerber ist es ein hoher Organisationsaufwand. Man hat diverse Mappen und muss darauf achten, sie sorgfältig zu behandeln und keine Knicke zu bekommen. Wenn man diesen ganzen Vorgang online macht, hat man meistens nur eine Vorlage, zum Beispiel in Word, die man immer wieder verwenden kann und nur leicht abändern muss.

Welche Fehler machen Bewerber denn am häufigsten bei Bewerbungen?

Am häufigsten passieren technische Fehler. Bei einer E-Mail Bewerbung oder auch bei einer Online-Bewerbung können Anhänge zusätzlich hochgeladen werden. Verschickt man diese Dateien aber nicht als PDF-Datei, sondern als Word-Dokument, kann es sein das der Arbeitsgeber die Datei nicht öffnen kann oder die Formatierung zerschossen wird. Das passiert etwa, wenn der Bewerber eine andere Version von Word hat, als der Arbeitsgeber.

Ein anderes Fehler könnte sein, eine alberne E-Mail-Adresse zu verwenden. Beispielsweise „truckerfan05“ oder etwas anderes lustiges, was sich aber nicht für eine Bewerbung eignet. Hier sollte lieber eine neutrale Adresse verwendet werden, die zum Beispiel den Namen beinhaltet.

Weitere Fehler können ein zu großes Dateiformat sein, etwa wenn man zehn Megabyte an Daten verschickt, anstatt nur zwei bis drei. Auf solche Dinge muss der Bewerber achten, denn gerade hier passieren die meisten Fehler.


Das sagt 2befirst dazu:

Umwandlung in PDF vor dem Versand, Business untaugliche Mailadresse, übergroße Dateien – die Hinweise sind sicherlich wichtig und richtig. Das gestalterische und inhaltliche Potenzial, welches insbesondere durch Online-Bewerbungen möglich wurde, wird darin jedoch nicht berücksichtigt!

Von einer optischen Anlehnung des Layouts an das Zielunternehmen lehnen wir vollkommen ab – vielmehr empfehlen wir fokussiert auf die Stelle und die eigene Persönlichkeit und Berufserfahrung ein „Corporate Design“ zu entwickeln, welches in der Struktur die Möglichkeit bietet, z.B. Kernkompetenzen direkt zu erfassen, Erfolgselemente (wie Referenzen) gezielt integrieren zu können und auf diesem Weg ein in sich stimmiges optisches – aber vielmehr inhaltlich stimmiges „Produkt“ zu entwickeln und zu versenden.

Der Weg dorthin erfordert eine intensive Beschäftigung mit der eigenen Person, eine strukturierte Kompetenzanalyse, aber auch die Entwicklung einer Bewerbungsstrategie („Was möchte ich wie und wo über mich mitteilen?“).

Gerne stehen wir Ihnen mit unseren Optimierungsangeboten zur Verfügung!

2befirst-Bewerbungsteam