Welche Hobbys unbedingt in den Lebenslauf gehören – und welche nicht…

Welche Hobbys unbedingt in den Lebenslauf gehören – und welche nicht…

Gehören Hobbys nun in den Lebenslauf? Jein, lautet die eindeutige Antwort von Experten. Es hängt von der Passion ab, ob Sie beeindrucken oder eher enttäuschen.

Früher gehörten Hobbys zum Standard-Inhalt eines jeden guten Lebenslaufs, wie die Religionszugehörigkeit oder – zumindest bei Auszubildenden – der Beruf der Eltern. Dann kamen Hobbys aus der Mode, schließlich gehören sie nicht zum Job, um den es geht.


Quelle: Andrea Stettner, https://www.merkur.de/leben/karriere/bewerbung-welche-hobbys-in-lebenslauf-gehoeren-zr-8475792.html


Jetzt stehen die Zeichen gerade in modernen Unternehmen wieder auf „Hobbys nennen“, jedenfalls wenn es um die „richtigen“ Freizeitaktivitäten geht. Denn nicht jede Passion beeindruckt Personaler – und kann auch ganz schnell nach Hinten losgehen.

Lebenslauf: Warum sollte man seine Hobbys nennen?

Unternehmen wollen Ihre Kandidaten besser kennen lernen und testen, ob sie wirklich in die Branche und zur Stelle passen. Hobbys geben sehr viel Aufschluss über die Persönlichkeit der Bewerber: Ist er sportlich und zeigt damit Disziplin oder fotografiert er nahezu professionell und beweist damit seine kreative Ader?

Mit ungewöhnlichen Hobbys werden Sie zudem sicherlich auffallen und der Personalabteilung im Gedächtnis bleiben, wenn es darum geht, welcher Kandidat zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird.

Das Online-Portal BusinessInsider hat eine Liste von Hobbies zusammengestellt, mit der Sie punkten oder auch enttäuschen können. Doch Vorsicht: Im Lebenslauf sollten Sie nur Hobbies nennen, die Sie auch wirklich ausüben – denn spätestens im Bewerbungsgespräch werden Sie danach gefragt werden.

Welche Hobbies gehören in den Lebenslauf?

    • Sportliche Hobbys: Extremsport, Yoga, Ausdauersport, Vereinssport, Bergsteigen
      Yoga steht für Ruhe und Ausgeglichenheit – und zeigt, dass Sie in stressigen Berufen mit Druck umgehen können. Extremsportarten wie Mountainbiken oder Fallschirmspringen zeigen Disziplin und Furchtlosigkeit. Ideal für Führungskräfte!
      Ausdauersportarten zeugen von Hartnäckigkeit und Antrieb, was besonders in der Unternehmensentwicklung oder im Sales von Vorteil ist. Spielen Sie Fußball, Handball oder Hockey, beweist das Ihre Teamfähigkeit. Mannschaftskapitäne zeigen außerdem, dass Sie echte Führungsqualitäten besitzen. Bergsteigen macht Sie nicht nur in Sachen Ausdauer und Motivation interessant, sondern auch für die Reisebranche.
  • Fantasy Sport (zum Beispiel Online-Fußball-Manager)
  • Fotografieren
  • Videoproduktion
  • Bloggen
  • Musizieren
  • Gartenarbeit
  • Ungewöhnliche Hobbys

Dieses Hobby sollten Sie besser nicht nennen

  • Lesen: Mit „Lesen“ möchten Sie intelligent wirken? Falsch gedacht, denn lesen kann nun wirklich fast jeder. Stattdessen wirken Sie mit diesem Hobby eher eigenbrödlerisch, wie Experten bestätigen.

Das sagt 2befirst dazu:

Grundsätzlich ist der Meinung der Autorin zuzustimmen. Auch wir plädieren FÜR die Einbeziehung von Hobbies im Lebenslauf, um der eigenen Persönlichkeit weitere Nuancen hinzuzufügen.

Die Frage der Auswahl bzw. Bewertung der Hobbies ist aus unserer Sicht allerdings nicht so einfach, wie im obigen Artikel dargestellt. Sicherlich lassen sich die einzelnen Aktivitäten in der dargestellten Form deuten, aber nicht jeder Personalentscheider tickt gleich. Wir kennen z.B. einen konkreten Fall, in dem Mountainbiking nicht zuletzt aufgrund der „Unfallträchtigkeit“ und des damit verbundenen Ausfallrisikos gerade bei einer Führungskraft äußerst kritisch thematisiert wurde und der Bewerber dadurch im Vorstellungsgespräch arg in eine unangenehme Defensive „gedrückt“ wurde.

Auch das Thema „Bloggen“ hatten wir schon: im Falle einer Bewerberin für einen Vertrauensposten bei einer Versicherung artete die Frage nach Vertraulichkeit, Integrität und Datenschutz im Vorstellungsgespräch zulasten der eigentlichen Fachkompetenzen der Bewerberin ziemlich aus und führten zu einer kontroversen Stimmung.

Diese beiden Beispiele zeigen anschaulich, dass es zu einzelnen möglichen Freizeitaktivitäten keine grundsätzlich richtige Aussage gibt. Es bleibt stets im Einzelfall zu prüfen, ob ein Hobby dienlich ist und welche Chancen aber auch Risiken sich daraus für ein hoffentlich folgendes Vorstellungsgespräch ergeben.

Gerne helfen wir Ihnen mit unserem Beratungsangebot weiter!

2befirst-Bewerbungsteam